3 Punkte gegen den Tabellenzweiten

Am vergangenen Samstagabend hieß es im Phoenix-Gymnasium wieder „Manege frei!“ für die Hörder Edelrösser. Sie hatten sich vorgenommen den extra angereisten Freudenberg zu erklimmen. Die Modellathleten des TVH waren von Coach Matthias „Goldi“ Goldenbogen taktisch glänzend eingestellt und im Training auf den Anstieg vorbereitet worden. Die Marschroute war klar, wie Pieper im Voraus klassischerweise in der Mannschaftsgruppe verkündete: „Leute wir verlieren nicht 0:3!“. Doch dann gab es nach der letzten Taktikbesprechung in der Kabine große Neuigkeiten. Die Freudenberger reisten mit dezimiertem Kader an und mussten ihren Diagonalangreifer kurzerhand im Mittelblock positionieren. Daraufhin die schnelle taktische Korrektur des Hörder Dressurmeisters Goldenbogen: „Wir wollen 3 Punkte“.
Der erste Satz startete gut. Alle Elemente des Dortmunder Spiels schienen überlegen. Der Aufschlag bewies sich in diesem Satz jedoch als Manko, was den Vorsprung der Modellathleten nach und nach schrumpfen lies. Als die Freudenberger nach einer hördner Führung von 19:24 auf 23:24 aufholten, drohte eine Überraschung, doch die Edelrösser des TVH behielten ihre Neven im Griff und schafften die erste von drei benötigten Etappen auf den Freudenberg.
Im zweiten Satz zeigten die Rothemden dann ihre spielerische Klasse. Für eine besondere Erheiterung auf der Bank sorgte Kjell „ELLL“ Machalowsky, der nach gegnerischen Overpass ein amtliches Luftloch schlug. Nach wichtigen Aufschlagserien in der Crunchtime von ELLL, Niklas „Eisenschulke“ Mielke und Henrik „Hester“ Hester gewannen die Rothemden diesen Satz souverän zu 18. Damit waren sie am Basecamp des Freudenbergs angekommen und verdienten sich bereits einen Punkt.
In Satz drei wendete sich das Blatt. Der Freudenberg reagierte auf den Fortschritt der Zuchtpferde mit der Umstellung des Diagonalangreifers auf seine Stammposition und schockte damit die M1. Während die Leitstute Marlon „Sägemeister“ Externbrink über das Anschreiberduo Bungert-Piek wetterte, schaffte es Jerry Kohl, ein Jungpferd aus dem Rennstall der M2 sich weiter in der M1 zu etablieren, sein ganzes Arsenal zu zeigen. Er tunnelte kurzerhand mit einem Angriff auf die 3-Meter Linie einen der Freudenberger. Doch auch dieses Highlight verhalf nicht zu einem Comeback. Nach zwei Aufschlagserien gegen Ende des Satzes mussten die Vorzeigeathleten aufgrund schlechter Wetterverhältnisse den Aufstieg pausieren und im Baecamp bleiben. Sie gaben sich mit 19:25 geschlagen.
Der vierte Satz war schließlich geprägt vom Kampfgeist der Hörder Hengste. Mit einer sehr stabilen Quote des ersten Sideouts von über 78% (11/14) brachten die Edelrösser kompromisslos den letzten Satz zu Ende und machten den Sack mit 18:25 zu. Damit einhergehend schafften sie den Aufstieg in 4 Etappen, was das 3-Punkte-Ziel erfüllte.
Zum MVP und Sherpa der Herde wurde am Ende Adrian „Airdrian Reuttair“ Reutter gewählt, der eine überragende Partie in der Annahme, sowie seinen Paradedisziplinen Angriff und Aufschlag lieferte. Damit ging die aus Getreide gebrannte Spirituose, die von unten Zurückgebliebenen nur bei einer Wahl von Niklas oder Kjell fällig gewesen wäre, zwar knapp an der Truppe vorbei, aber die Freude über die drei Punkte auf dem Berg überwog deutlich.

Stimmen zum Spiel:
„Halt dich warm, Thies!“
„Mach was lustiges, Jerry“
„Neue Ansage: Wir wollen 3 Punkte“
„Was du nicht siehst kannst du auch nicht pfeifen“
„Bei 3:0 geht Pizza auf mich“
„Guck mal die Lachen dich alle aus“

Den Anstieg erfolgreich gemeistert haben: Henrik Hester (1), Niklas Mielke (3), Kjell Machalowsky (4), Ole Dieckmann (5), Sönke Frenz (6), Jan Alexander Herbort (7), Maksym Horelov (8), Marlon Externbrink (9), Thies Lenzing (10), Adrian Reutter (11), Arthur Obier-Biesinger (17), Frederick Woidneck (22), Jerry Kohl (23), Arastou Hashemi (44)