Starke Leistung, kein Satzgewinn

Foto: Arminius Medienagentur

Am Samstag, den 25.01.2026, empfingen die Rothemden die Gäste aus Waldgirmes in der heimischen Festung. Trotz einer engagierten Leistung und vieler starker Spielphasen mussten sich die Hörderinnen am Ende mit 0:3 geschlagen geben.

Der Start in die Partie gelang den Mädchen aus dem Dortmunder Süden vielversprechend. Anna Böhm eröffnete das Spiel mit dem ersten Aufschlag und zauberte direkt einen Ass auf das Feld. In der Anfangsphase entwickelte sich ein enges Kopf an Kopf Rennen, das bis etwa zum Spielstand von 5:6 anhielt. Anschließend schafften es die Hörderinnen, sich leicht abzusetzen und mit Unterstützung von Mayomi Olikagu eine kleine Führung zu erspielen. Beim Stand von 15:15 war der Satz jedoch wieder völlig offen. Es folgte eine starke Aufschlagserie von Mayomi, die dem TV Hörde eine 20:15 Führung bescherte.

Doch mit zunehmender Satzdauer ließ die Konzentration der Rothemden nach. Die Spielerinnen der Gäste starteten eine starke Aufholjagd, angeführt von ihrer Kapitänin Yva Cesar mit der Nummer drei. Eine druckvolle Aufschlagserie brachte Waldgirmes zurück ins Spiel, beim Stand von 22:20 war der Satz gedreht. Zusätzlich sorgte ein Schiedsrichter Anschreiber Problem für Unruhe, da der Satz fälschlicherweise bereits bei Punktestand 24 beendet wurde. Nach einigen Minuten Unterbrechung ging es weiter, und die Mädchen aus Waldgirmes entschieden den ersten Satz schließlich knapp mit 23:25 für sich.

Der zweite Satz begann erneut gut für den TV Hörde. Mit guten Angriffen und clever gelegten Bällen punkteten die Dortmunderinnen. Auch die gelegten Bälle der Gäste, die im ersten Satz noch große Probleme bereitet hatten, bekam die Hörder Abwehr nun besser in den Griff. Bis zum Spielstand von 14:14 blieb es ausgeglichen, ehe Waldgirmes sich etwas absetzen konnte. Beim Stand von 15:19 reagierte Trainerin Teee Williams mit einer Auszeit. Gewaltige Blocks von Svenja Mumm brachten den TV Hörde noch einmal heran, bis auf 18:20. In dieser Phase zeigte besonders Libera Vanessa Gorny eine starke Leistung in der Abwehr und Annahme, war mehrfach noch im letzten Moment unter dem Ball und stabilisierte das Hörder Spiel deutlich. Mit dieser Leistung sicherte sie sich verdient die Auszeichnung als wertvollste Spielerin auf Hörder Seite. Dennoch blieb die Führung der Gäste bestehen. Vor allem die kurze Sechs stellte weiterhin eine Schwachstelle dar, in die zu viele Bälle fielen. Der Satz endete mit 20:25.

Im dritten Durchgang präsentierten sich die Hörderinnen erneut kämpferisch. Starke Winkel von Samanta Gega, wache Blocks von Maren Mäß und raffinierte Zuspiele von Hannah Köster sorgten für ein ansehnliches Spiel. Bis zum Stand von 5:5 blieb der Satz offen, ehe eine Annahme Tiefphase auf Hörder Seite folgte. Geprägt von Absprachefehlern setzte sich Waldgirmes auf 10:5 ab. Dieser Rückstand ließ sich nicht mehr aufholen, da es bei einer solchen Führung extrem schwer ist, noch einmal die Kontrolle über den Satz zu erlangen. Auch der dritte Satz ging mit 20:25 an die Gäste.

Über das gesamte Spiel hinweg bereitete besonders Leonie Amann, Diagonalangreiferin der Mädchen aus Waldgirmes, große Probleme. Mit extrem druckvollen und sehr platzierten Angriffen fand sie immer wieder die Lücken im Hörder Feld, sodass Block und Abwehr der Dortmunderinnen kaum Zugriff bekamen. Für diese Leistung wurde sie als wertvollste Spielerin auf der Seite von Waldgirmes ausgezeichnet.

Trotz der 0:3 Niederlage zeigten sich die Hörderinnen nicht allzu enttäuscht. Die Leistung stimmte, ein Satzgewinn wäre absolut möglich gewesen. Vor allem im Vergleich zur Hinrunde ist eine deutliche Entwicklung der Rothemden erkennbar.