DJK Delbrück vs. TV Hörde II
(17:25, 19:25, 18:25)
Samstagmorgen: die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, die ersten Blumen blühen und die Mädels von der F2 reisten mit guter Laune zum letzten Auswärtsspiel dieser Saison nach Delbrück. Bei der Ankunft war man zunächst zufrieden mit dem, was man vorfand; Lara gab der Halle eine Bewertung von 8/10, doch trotz der schönen Umgebung war die F2 bestrebt, sich diesmal nicht so lange in der Gasthalle aufzuhalten. Das Hinspiel hatte man denkbar knapp mit einem 3:2 verloren, das sollte an diesem Samstag auf jeden Fall anders werden. Man hatte sich mehrere Ziele gesetzt: drei Sätze, drei Punkte und den vierten Tabellenplatz gegen den direkten Nachbarn von unten sichern. Die Zahl Fünf sollte in dieser Rechnung am besten keine Rolle spielen, denn nachdem man die letzten fünf Spiele immer erst im fünften Satz entscheiden konnte, hatten die Hörder Mädels von dieser Zahl erstmal die Nase voll. Mit zwei guten Trainingswochen und neuen Sternen-Haarspangen, die sogleich zum Spieltags-Essential erklärt wurden, waren sie für dieses Vorhaben gut gerüstet.
Frisch aus dem Urlaub zurück waren Jetset-Bader und Skifahr-Dunkhorst, an deren Stelle nun Laura K. und Spontanvertretung Laura B. nach Österreich gefahren waren. Unterstützung bekamen wir von Miria und Julie aus der dritten Mannschaft sowie am Rand von Co-Trainer und gefürchtetem Dankeball-Einwerfer Martin Werth.
Nachdem die roten Ronaldos sich ordentlich mit einer kleinen Runde Fußball erwärmt und mit ihren unfassbaren Fähigkeiten alle anderen in der Halle massiv beeindruckt hatten, wechselte man zur eigentlichen Zielsportart. Die Bälle wurden gepritscht, gebaggert, geschlagen und was für besondere Techniken manch eine noch beherrschte, und mit Ausnahme von Leonie D.‘s Gesicht fanden die meisten auch ihr eigentlich vorherbestimmtes Ziel.
Der Schiedsrichter pfiff das Spiel an, Kapitänin Ceyda verlor sowohl die Auslosung als auch kurzzeitig die Fassung, als sich nach etwas Verwirrung und gegenseitigem Zupassen des Spielballs unter dem Netz herausstellte, dass wir trotz Auslosungsniederlage den ersten Aufschlag hatten.
Wir fingen in Satz Eins solide an und setzten die Delbrückerinnen unter Druck. Doch danach einigten wir uns freundlicherweise auf ein kleines Ping-Pong-Spiel mit unseren Gegnerinnen, indem beide Teams abwechselnd ihre neugewonnenen Aufschläge ins Netz oder wahlweise ins Aus donnerten. Nach ein paar Punkten dieser Art fingen sich die Hörderinnen allerdings wieder und spielten zur Freude ihres Trainers den Satz seriös mit einem 17:25 zu Ende.
Auch im zweiten Satz ergab sich ein ähnliches Bild. Vor allem unsere Angriffe und unser Block, aber auch die Aufschläge stellten die Gastgeberinnen vor Probleme. Wir blieben konstant mit ein paar Punkten in Führung, und obwohl die Delbrückerinnen sicherer auftraten als im ersten Satz, reichte das nicht aus, um uns in Bedrängnis zu bringen.
Vor Satz Drei gab es daher nur eine Anweisung: ihn genauso sicher nach Hause zu holen wie die vorherigen beiden. Von der souveränen Leistung her sollte das eigentlich kein Problem sein, doch nach den vergangenen Spielen und dem berüchtigten „Fünf-Satz-Fluch“ wussten wir, dass theoretisch noch alles möglich war. „Gegen Minden haben wir auch erst 2:0 geführt“, warnte Maga ihre Teamkolleginnen in der Satzpause und der dritte Satz startete auch direkt nach dem altbekannten Muster und einer kurzen Punkteserie für die Gastgeberinnen. Doch diesmal ließen wir uns davon nicht irritieren. Wir zogen an den Delbrückerinnen vorbei und erspielten uns wieder einen komfortablen Vorsprung. So war der Jubel am Ende groß, als man endlich wieder ein Spiel in drei Sätzen für sich entscheiden konnte. Durch die drei Sätze und drei Punkte bleiben wir weiterhin auf dem vierten Tabellenplatz, somit bewiesen die Hörder Mathematikerinnen, dass Pippi Langstrumpf mit ihrer berühmten These „Zwei mal Drei macht Vier“ absolut richtig lag.
Nach dem Siegerfoto konnte man auf Hörder Seite teils noch in ungläubige Gesichter schauen. Hatte man wirklich nur die Mindestanzahl an Sätzen für einen Sieg benötigt? Laras Frage nach der Uhrzeit war daher durchaus berechtigt, normalerweise waren wir es ja nicht gewohnt, unter zwei Stunden zu spielen. Beim Duschen stufte sie zudem ihre ursprünglich Hallenbewertung aufgrund des massiven Dachboden-Spannerlochs auf 7/10 herunter, ansonsten waren einige ihrer Mitspielerinnen überfordert mit der bevorstehenden Freizeit, die man so gar nicht einkalkuliert hatte. Maga nutzte sie gleich, um ihren Teamkolleginnen zu erklären, welche Tricks es beim Shampoo-Kauf zu beachten gilt („Am besten das Shampoo kaufen, das einem am meisten beleidigt, zum Beispiel für schnell-fettende, total kaputte oder trockene, splissige Haare!“). Mit dieser neugewonnenen Erkenntnis und dem Wissen, dass man durchaus noch Spiele in drei Sätzen beenden kann, machten sich die Hörderinnen wieder auf die Heimreise.
In zwei Wochen steht der letzte Spieltag an. Wir empfangen dafür die Mädels des Telekom Post SV Bielefeld in unserer Festung. Für uns wäre bei einem Sieg sogar noch Tabellenplatz Drei möglich und wer weiß, vielleicht wird die Drei ja unsere neue Glückszahl…
Die Stimmen zum Spiel:
Maga: Jungs, ich finde, es wird mal wieder Zeit für ‘ne Runde Fußball.
Greta: Ich liebe es zu schwitzen.
Minna: Der Fluch ist gebrochen!
Mama Werth: Ich habe noch nie so entspannt ein Volleyballspiel gesehen.
Lara: Ist es schon halb sieben?
Leonie D.: Mein Ziel für heute war es eigentlich, keinen Ball in die Fresse zu bekommen.
Maga: Also ich möchte nicht gerne nach Stein riechen.
Alina: Schön war’s nicht, aber effektiv.
Ceyda: Orange finde ich mehr als fragwürdig.
Minna: Müssen wir jetzt nicht noch ‘ne Stunde bleiben, bevor wir gehen können?
Mama Danne per Textnachricht: Drei Sätze, in denen ihr von Anfang an führt und alle 25:15 enden. Nervenschonend und zeitsparend. *Daumen hoch*
Christopher: Es gibt KEINEN Fluch!
Den Fluch gebrochen haben: Ceyda Altintas, Sophia Bader, Alina Danne, Leonie Danne, Minna Dunkhorst, Miria Lefarth, Greta Rustige, Magdalena Stojanovic, Leonie Ufert, Julie Wehlack und Lara Werth