SG TSC Gievenbeck vs. TV Hörde II
2:3
(19:25, 25:22, 28:30, 25:19, 16:18)
„,Back at it again‘ ist eine gängige englische Redewendung, die bedeutet, dass man eine Tätigkeit nach einer Pause wieder aufnimmt, erneut tut oder dort weitermacht, wo man aufgehört hat.“
So lautet die Erklärung, die Google liefert und für die Leser unter uns bestimmt ist, die dem Englischen genauso wenig mächtig sind, wie Maga der deutschen Sprache. Anscheinend hatte sich auch die Hörder F2 dieses Motto besonders zu Herzen genommen, denn zum dritten Mal in Folge reichten den Spielerinnen drei Sätze nicht aus, stattdessen wurden es erneut fünf. So auch am vergangenen Samstag, als es die Mannschaft ins schöne Münster zog. Mit dem „Rausch“ des letzten Sieges gegen Tabellenführer Mesum war das Ziel eigentlich klar: man wollte erneut gewinnen, gerne auch mal 3:0, doch diese Mission gelang nur halb.
Die kollektiven Erinnerungslücken, die so einige Mannschaftsmitglieder für das Hinspiel befielen, wurden vorher durch fleißige Videoanalytikerinnen halbwegs wieder aufgebessert und so war man bestrebt, sich für die 3:1 Niederlage zu revanchieren. Mehr oder weniger pünktlich traf man in der Halle ein, deren Felder allesamt belegt waren. Mit etwas Verzug startete man daher ins Aufwärmen, allerdings wollte man den ursprünglichen Zeitplan trotzdem einhalten. Als unsere Gegnerinnen sich pünktlich um 17:00 Uhr zur Aufschlag-Annahme begaben, verzogen wir uns eine Etage höher in den Zuschauerbereich. Ein „geiler Ort“, um sich warmzumachen, wie ein vorbeilaufender Spieler uns mitteilte, was vermutlich ironisch gemeint war, aber immerhin konnten wir so herausfinden, wie viel Staub sich in der Decke gesammelt hatte.
Ceyda setzte ihre Siegesserie fort und gewann ein weiteres Mal die Auslosung und so starteten wir mit Aufschlag ins Spiel. Der erste Satz lief gut. Wir konnten mit Aufschlägen und Angriffen punkten und hatten uns bald darauf einen Vorsprung erspielt, den wir uns nicht mehr nehmen ließen. Mit 25: 19 ging dieser Satz an uns.
In Satz Zwei hatten wir dann wesentlich mehr Probleme. Das, was letzte Woche überragend geklappt hatte, wollte nicht so richtig funktionieren. Die Abwehr wurde mal wieder unser Problemgebiet, allzu oft landete ein Ball in unserer Feldhälfte, den man eigentlich hätte haben können. So musste man diesen Satz an die Gievenbeckerinnen abgeben.
Ein 3:0 Sieg war also nicht mehr möglich, dann aber vielleicht wenigstens ein 3:1. Doch die Hörder F2 tat sich auch im dritten Satz schwer. Ab der Satzmitte liefen wir einem Rückstand hinterher, mit 21:17 ging es in die Auszeit. Wenn man zumindest eins aus dem Mesum-Spiel mitgenommen hatte, dann war es der Kampfgeist. Die Hörderinnen fanden plötzlich wieder in ihre Spur – eine Phase, die ähnlich spät kam, wie sonst nur Rabea zum Training, aber immerhin kam sie. Die Gievenbeckerinnen vergaben mehrere Satzbälle, wir behielten die Nerven und holten mit 28:30 den zweiten Gewinnsatz auf unser Konto.
Ceyda schwor ihre Mannschaft ein, im vierten Satz „von Anfang an Randale“ zu machen, leider randalierten wir allerdings erneut nur im Bereich der Eigenfehler. Die Bälle kamen zu ungenau, wurden ins Netz oder Aus gehauen, oder von der Gievenbecker Abwehr problemlos entschärft. Auch der Aufschlagfluch, der in der Hinrunde hier entstanden war, suchte sich das ein oder andere Opfer unter den Hörderinnen, sodass einige Spielerinnen nicht nur Punkte an die Münsterinnen abgaben, sondern auch gleich einen Obolus in die Mannschaftskasse spenden mussten. Der Satz ging souverän mit 25:19 an die Gastgeberinnen.
Erneut mussten wir in den fünften Satz und auch diesmal lief es ähnlich wie in den vergangenen Spielen, denn unsere Gegnerinnen führten zum Seitenwechsel. Doch wie in Satz Drei waren wir nicht bereit, diesen Satz abzuschreiben. Wieder holten wir den Rückstand auf und wieder konnten wir die Matchbälle der Gievenbeckerinnen für uns entscheiden. Mit einem 18:16 und 2h14 auf der Uhr beendeten wir diese Partie denkbar knapp zu unseren Gunsten.
Genauso nervenschädigend wie unsere Spielweise erwies sich auch die Schimmelkabine, in die Ivy sich erst todesmutig barfuß hineinwagte, bevor sie von ihren Mitspielerinnen lauthals wieder hinausbeordert wurde. Man wollte schließlich verhindern, dass sich unsere Außenangreiferin die Pest holte und zum nächsten langfristigen Ausfall wurde.
Fazit: Tja, back at it again. Mal wieder machten wir es den Gegnerinnen zu leicht, mal wieder war die Abwehr das Problem und mal wieder spielten wir fünf Sätze. Trotzdem ist positiv zu vermerken: erneut kämpften wir uns aus Rückständen zurück und erneut konnten wir knappe Sätze und Spiele für uns entscheiden.
Nun gibt es aber erstmal zwei Wochen Pause, was angesichts des anstrengenden Januars (insgesamt vier Spiele und achtzehn Sätze!) die Chance bietet, Kraft zu tanken. In alter Frische wollen wir dann am 14. Februar den TSC Gievenbeck in der Hörder Festung empfangen. Hoffentlich, ohne dabei wieder in alte Muster zu verfallen.
Die Stimmen zum Spiel:
Christopher: Das ist nicht gut fürs Herz.
Ceyda: Boah, ich muss so viel bezahlen! Ich hab alles verschlagen.
Maga: Diamanten entstehen unter Druck.
Schiri: Der Ball muss gefangen und geworfen werden.
Laura: Die Stange ist krumm wie eine Banane.
Leonie D.: Ich kann mich immer noch nicht erinnern.
Minna: Erst hey, hey, hey, dann fair-play.
Lara: Christopher wird wieder fragen, woran’s gelegen hat, aber was soll ich sagen? Wir sind einfach dumme Idioten.
Die Wiederholungstäter waren: Ceyda Altintas, Sophia Bader, Alina Danne, Leonie Danne, Minna Dunkhorst, Laura Kunz, Greta Rustige, Ivy Schulte, Magdalena Stojanovic, Leonie Ufert und Lara Werth