TV Hörde II vs. TV Werne
3:0
(29:27, 25:19, 25:17)
Die Winterpause ist vorbei und die Hörder F2 hatte sich über die Feiertage ausgiebig mit Klößen und Rotkohl (oder teilweise auch einem typisch-weihnachtlichem Toast Hawaii) eingedeckt und startete am 5. Januar in die erste Trainingswoche. Dass der Winter nicht nur naht, sondern tatsächlich auch über uns hereingebrochen war, bewiesen die weiß-beschneite Umgebung der Hörder Festung und die arktischen Temperaturen in der Halle. Die ein oder andere Spielerin stellte daher die berechtigte Frage, ob es eigentlich erlaubt sei, in Handschuhen zu spielen, Maga und Tea erschienen sogar mit elektronischen Handwärmern, um ihre wichtigsten Werkzeuge auf humaner Temperatur zu halten. Kurzum, das Hörder Feuer hatte im neuen Kalenderjahr ein paar Schwierigkeiten, sich zu entfachen, aber das große Feuerwerk wollten wir sowieso erst am Samstag entzünden.
Beim Betreten der Hörder Festung war es zunächst ein gutes Omen, dass die Halle wieder beheizt wurde und somit Erfrierungen zweiten Grades bei Zuschauern und Spielerinnen verhindert werden konnten. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Sophia hatte ihre Schoko-Weihnachtsmänner für ein paar köstliche Brownies geopfert und bekam von Ceyda nach einem kurzen Geschmackstest das höchste Lob zugesprochen: „Man merkt, dass es keine Backmischung ist.“
Zunächst nahm im ersten Spiel des neuen Jahres alles wieder seinen gewohnten Gang: die Parkplatzsituation wurde zur „Katastrophe“ erklärt, Maga und Ivy fabrizierten bei ihren Mitspielerinnen die schönsten Flechtfrisuren (denn die Hörder Topmodels hatten zum Spiel einen Fotografen eingeladen), Lara bemängelte den Zustand des Netzes und Ceyda verlor die Auslosung. Der Kader war gut bestückt; Leonie Ufert kam zwar krank, dafür aber frisch verlobt aus dem Urlaub zurück und war daher nur als Co-Trainerin dabei, alle anderen Mitspielerinnen waren jedoch fit und einsatzbereit und so konnte es auch endlich losgehen.
Der erste Satz war geprägt von Fehlern. Die Hörderinnen schienen noch nicht ganz aus dem Winterschlaf erwacht zu sein. Unsere Gäste hingegen gaben direkt Vollgas und erspielten sich einen Vorsprung, der mehr als deutlich war. Christopher musste beim Stand von 9:14 die erste Auszeit nehmen, weil die Hörder Fackel doch noch ein bisschen Zeit zum Lodern brauchte.
Treue Fans der F2 wissen natürlich, dass wir besonders gerne unter selbstgemachten, unnötigen Druck spielen und auch dieses Mal hielten wir an diesem Vorhaben fest. Wir lieferten uns ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Wernerinnen, und entschieden den ersten Satz letztendlich mit 29:27 für uns.
In der Satzpause zog Ceyda ein klares Fazit: „Wenn wir die schlechte Phase am Anfang weglassen, sind wir eigentlich gut.“ Kluge Worte unserer Kapitänin, die wir im zweiten Satz umsetzen konnten. Wir legten gut vor, sodass Werne sich gezwungen sah, bei einem Stand von 4:0 die erste, sowie bei 8:1 die zweite Auszeit zu nehmen. Dass es sich bei diesem Spiel trotzdem nicht um einen Selbstläufer handelte und es uns doch einiges abverlangte, merkte man nach den teilweise sehr langen Ballwechseln. Vor allem die Kondition hatte über die Festtage gelitten, Tiefpunkt war Alinas Schrittzähler, der um die Weihnachtstage gut und gerne auch mal im unteren zweistelligen Bereich (48!) blieb. Christopher erkundigte sich nach einem extrem langen Ballwechsel deshalb vorsichtshalber bei seinen sichtbar erschöpften Schützlingen, ob er eine Auszeit nehmen sollte, damit sie wieder Kraft sammeln konnten.
Die schlechte Phase am Anfang hatten wir Ceydas Anweisungen entsprechend zwar weggelassen, dafür wehte jedoch ein eisiger Wind in der Mitte des zweiten Satzes durch die Hörder Festung. Erst nachdem Christopher uns mit feurigen Worten („Reißt euch mal zusammen!“) einheizte, wurde unsere Leistung wieder besser. Im Gegensatz zu unserem Getränkewagen brachen wir nicht komplett zusammen, sondern schafften es, uns wieder deutlich abzusetzen.
Der dritte Satz lief ähnlich souverän ab. Highlight war die wunderschöne Gesichtsabwehr von Ivy, die zu ihrem großen Glück sowohl auf Video, als auch von dem freundlichen Fotografen bildlich festgehalten wurde, sodass sie auch in Zukunft die Möglichkeit hat, sich aus verschiedenen Winkeln an diesen schönen Moment zu erinnern. Christopher wechselte nochmal durch, damit alle Hörderinnen an diesem Tag auf ihre Einsatzzeiten kamen und mit einer starken Aufschlagserie von Mittelblockerin Laura beendeten wir schließlich das Spiel.
Somit wurde der erste Spieltag des neuen Jahres erfolgreich abgeschlossen und mit den drei erspielten Punkten belegen wir weiterhin den fünften Platz. Der Hörder Motor hatte zwar ähnliche Startschwierigkeiten wie Minnas Auto und es dauerte ein bisschen, bis er heiß gelaufen war, aber mit dem Ergebnis ist die F2 trotzdem zufrieden.
Die Stimmen zum Spiel:
Ceyda: Ich musste einfach einen Parkschein ziehen, der teurer war, als zu spät zu kommen.
Christopher: Ich konnte gerade nicht aus meiner Straße raus, weil das Weihnachtsbaumabholauto vor mir war.
Lara: Ich glaub, ich hab mir das Genick gebrochen.
Laura: Ich habe heute dreimal direkt beim ersten Versuch meine Jacke gefunden. Ich habe sogar dran gerochen.
Maga: Ich film nicht mehr, da kommt nur Scheiße bei rum.
Tea: Dafür, dass ich mich um sechs Uhr morgens geschminkt habe, ist das echt stabil.
Fotograf: Wollt ihr die Fotos von dem Abschuss sehen?
Alina: Ich glaub, ich hab ein Loch in meiner Hose.
Feuer und Flamme waren: Ceyda Altintas, Sophia Bader, Alina Danne, Leonie Danne, Minna Dunkhorst, Merja Hammer, Laura Kunz, Marlene Lösing, Greta Rustige, Ivy Schulte, Magdalena Stojanovic, Teodora Stojanovic, Lara Werth