TV Hörde trotzt Osterfeld – 3:1-Auswärtssieg

„Es kommt nicht darauf an, wie hart du zuschlagen kannst, sondern wie viele Schläge du einsteckst und trotzdem weitermachst.“

Rocky Balboas Worte hätten kaum besser zu diesem Abend gepasst. In der Theodor-Heuss-Realschule bewies der TV Hörde genau diese Mentalität und sicherte sich einen 3:1-Auswärtssieg beim TB Osterfeld (27:25, 22:25, 18:25, 26:28).

Der erste Durchgang entwickelte sich zu einem klassischen Abnutzungskampf. Hörde startete druckvoll, während Osterfeld zunächst sortieren musste. Beim Stand von 6:10 nahm Osterfeld die erste Auszeit. Doch je länger der erste Satz dauerte, desto klarer wurde: Dieses gesamte Spiel würde über Nerven entschieden. Am Ende vom ersten Satz behielt Osterfeld knapp die Nase vorn und holte sich den ersten Satz mit 27:25.

Hörde erhöhte im zweiten Satz den Druck im Aufschlag und zwang Osterfeld zu längeren Rallys. Die stärkeren Aufschläge, die bessere Annahme und die mutigeren Aktionen machten mehr und mehr den Unterschied aus. Hörde punktete konsequent. Gegen Ende des Satzes wirkte Hörde etwas zu entspannt und ließ Osterfeld noch einmal herankommen. Osterfeld schaffte es nochmal ran zu kommen, aber konnte die entscheidenden Punkte nicht machen. So ging der Satz mit 25:22 an Hörde.

Ab dem dritten Satz übernahm der TV Hörde das Kommando. Der Block stand kompakt, die Annahme stabilisierte sich, und das Spieltempo lag klar auf Hörder Seite. Das zwischenzeitliche 7:3 oder 12:5 veranlasste den gegnerischen Trainer dabei schon früh, seine Auszeiten zu nehmen. Trotz kleinerer Schwächephasen ließ Hörde nichts mehr anbrennen und gewann den Satz mit 25:18 – weniger deutlich als zwischenzeitlich erhofft.

Der vierte Satz entwickelte sich zum echten Drama. Osterfeld stemmte sich immer mehr gegen die drohende Niederlage während Hörde zunehmend die Konzentration vermissen ließ. Kleinere Eigenfehler trübten das Bild auf Hörder Seite, sodass Osterfeld sich ein wenig absetzen konnte. Doch Hörde riss sich rechtzeitig zusammen und gestaltete die Schlussphase wieder ausgeglichen. Osterfeld kämpfte um jeden Punkt, ein fünfter Entscheidungssatz war durchaus im Bereich des Möglichen. Doch in den entscheidenden Momenten blieb Hörde ruhig, variabel und mutig. Der entscheidende Fehler passierte jedoch nicht im Schlagabtausch auf dem Feld, sondern bei der Aufstellung von Osterfeld. Ein vergessener Rückwechsel brachte die Gastgeber kurz vor Ende entscheidend aus dem Rhythmus. Hörde lies sich nicht beirren und setzte dem langen und intensiven Satz ein Ende. Beim Spielstand von 28:26 war der Auswärtssieg inklusive drei Punkte für Hörde perfekt.

Der TV Hörde entscheidet ein intensives Regionalligaspiel dank Stimmung, Teamgeist und – wenn man ehrlich ist – auch ein wenig Glück für sich.

Siegreich waren

Dieckmann, Externbrink, Fingerhut, Herbort, Hester, Horelov, Kohl, Kühlmann, Lenzing, Machalowsky, Mielke, Rdesinski, Reutter, Woidneck