Am vergangenen Samstagabend stand für das Team aus dem Dortmunder Süden das Rückspiel gegen den Aufsteiger aus Münster an. Trotz der Rückkehr nach überstandener Verletzungspause von Sörn, Sönke & Fr(i)en(d)z musste der aufgrund von Urlaubs- und Krankheitsausfällen (Johnny im Urlaub, Pieper und FrEde familiär eingebunden und Marlon tollpatschig) gebeutelte Stall der Hörder Edelrösser wie im Hinspiel mit den Jungpferden aus der Zweitvertretung aufgefüllt werden. Allerdings sollten dieses mal im Gegensatz zum Hinspiel drei Punkte eingetütet werden, um sich weiter von den Abstiegsrängen zu distanzieren. Die taktische Ausrichtung war jedem klar: Wir gewinnen erst den ersten Satz, dann den zweiten und dann auch den dritten. Und das Wichtigste: Wir verlieren hier nicht 0:3!
Nachdem man durch den Überraschungssieg gegen den Tabellenzweiten aus Freudenberg Selbstvertrauen tanke konnte, startete die M1 druckvoll ins Spiel. Durch hohen Aufschlagdruck und guter Arbeit in der Block-Feldabwehr konnte eine 12-7 Führung erspielt werden. Aber wie auch in den letzten Spielen schaltete man zu Mitte des Satzes einen Gang zurück, sodass sich Münster langsam wieder ran kämpfte und der erste Satz direkt in die Verlängerung ging. Durch eine Schwächephase in der Annahme und Konzentrationsverlust im Angriff verspielte die M1 wie schon gegen Osterfeld den fast schon sicher gewonnen ersten Satz und verlor 26:28.
Um nicht noch den zweiten Satz abzuschenken, war die Marschrichtung allen klar. Wir machen da weiter wo wir Mitte des ersten Satzes aufgehört haben: Konzentriert in der Annahme, wachsam in der Block-Feldabwehr, druckvoll im Aufschlag und mutig im Angriff.
Die guten Vorsätze konnten wie die meisten Neujahresvorsätze nicht umgesetzt werden. So plätscherte der zweite Satz, geprägt von vielen fragwürdigen Aktionen und Entscheidungen auf beiden Seiten, vor sich hin. Im Gegensatz zum ersten Satz behielten die teilweise jetzt wirklich jungen Hörder die Nerven und konnten sich den Satzgewinn mit 26:24 sichern.
Wahrscheinlich lag es am schlechten Empfang in der Münsteraner Halle, dass die Ansage vor Beginn des zweiten Satzes erst zu Beginn des dritten Satzes in den Köpfen der M1 ankam. In allen Elementen überlegen zauberten die Schmetterlinge vom Phoenixsee einen der bisher dominantesten Sätze der Saison aufs Parkett. Sogar die berüchtigte Rotationsmaschine konnte angeworfen werden, ohne dass das Spiel der Hörder jegliche Einbrüche zu verzeichnen hatte und der zweite Satzgewinn mit 25:12 erfolgreich geholt wurde.
Langjährige Supporter der Jungs in Rot wissen sicherlich jetzt, wie es in Satz 4 weiterging. Genau! Natürlich anstatt weiterhin jedem in der Halle die spielerische Überlegenheit darzubieten, verfiel die M1 in alte Muster. Sie lud Münster ein bei 23:19 den Satz nochmal spannend zu machen und beim resultierenden Schlagabtausch den kürzeren zuziehen. Somit ging der vierte Satz mit 30:28 und ein wichtiger Punkt an die Gastgeber.
Die Vorzeigeathleten des TV Hörde durften somit zum 4ten Mal in dieser Saison in den Tiebreak. Bisherige Bilanz 2:1 für die Rothemden. Der Tiebreak verlief zunächst ausgeglichen. Zum Ende des Satzes konnte die M1 Break um Break erzwingen und den Tiebreak mit 15:12 für sich entscheiden.
Am Ende bleibt leider die Frage offen, wie wir in den nächsten Spielen die nötige Konstant finden, um Spiele frühzeitig zu entschieden und nicht noch zittern zu müssen (Grüße gehen raus an die Spieler vom BVB). Neben den zwei Punkten nehmen wir immerhin die Erkenntnis mit, dass wir zwar die Ausdauer haben lange Spiele zu bestreiten (Anm.d.Red. in den letzten vier Spielen eine durchschnittliche Spielzeit von 2 Stunden und 9 Minuten) aber unsere noch immer junggebliebenen Körper das nicht mehr lange mit machen.
Nächste Woche geht es gegen den Tabellenletzten aus Augustdorf. Im Hinspiel konnte man einen ungefährdeten 3:0 Sieg verzeichnen und man erhofft sich das wieder tun zu können. Aber viel wichtiger, es wird vorerst das letzte Spiel von unserer Mittelknüllze EEEEEEEEELLLLLLLLL werden, bevor er neue Herausforderungen im hohen Norden sucht. Also kommt alle nächsten Samstag um 15:30 in die Halle und bereitet Kjell einen gebürtigen Abschied.
Gespielt haben:
Bungert, Dieckmann, Frenz, Fingerhut, Hashemi, Herbort, Hester (C, MVP), Horelov, Kohl, Lenzing, Machalowski, Mielke, Rdesinski, Reutter
Stimmen zum Spiel:
Hester: „Können wir bitte schnell gewinnen. Ich bin krank.“
Linus: „9 Sätze an einem Tag. Schon anstrengend….
Adrian: „Weil du ein geiler Typ bist!“
Niklas: „Hast du einen Cent aufm Boden gefunden, Marlon?“
Marlon und Pieper im Live-Ticker: „Was machen die da??!???!??“